Mit PensUnit die Altersvorsorge verstärken

Vorsorge für Fach- und Führungskräfte
Bei Kaderplänen mit individueller Anlagestrategiewahl ist ein Sparbeitrag von maximal 25 % erlaubt. Seit diesem Jahr wird aber die Altersvorsorge bei solchen 1e-Modellen stark eingeschränkt. Grund: Bei der Berechnung der Einkaufslücken ist die bisher gültige Aufzinsung von bis zu 2% nicht mehr zulässig. Wie dieses Defizit mit einem PensUnit Kaderplan ausgeglichen werden kann, erklärt unser PK-Experte Yves Goldmann.
Lesedauer: 5 Minuten
Geschrieben von
Yves Goldmann
Kundenverantwortlicher, Pensionskassen-Experte SKPE

Darf bei Vorsorgeplänen auch mehr als 25 % gespart werden? 

Yves Goldmann: Für 1e-Kaderpläne wie PensFlex lautet die Antwort «nein». Denn bei Kaderplänen mit freier Anlagestrategiewahl darf der durchschnittliche Sparbeitrag nicht höher liegen als 25 %. 

Für alle anderen Vorsorgelösungen gilt hingegen eine Entweder-Oder-Bestimmung: Entweder liegt der durchschnittliche Sparbeitrag bei höchstens 25 %. Oder die reglementarischen Altersleistungen gemäss Berechnungsmodell betragen höchstens 70% des versicherbaren Lohns. Ein Vorsorgemodell, welches die 70 %-Regel einhält, darf also auch höhere Sparbeiträge als 25 % vorsehen. 


Wie ist die Handhabung bei PensUnit? Können die beiden Kadermodelle PensFlex und PensUnit kombiniert werden?   

Im Gegensatz zu PensFlex gilt bei PensUnit die Entweder-Oder-Bestimmung. Und ja, eine Kombination der beiden Bel-Etage Vorsorgepläne ist möglich. Dabei dürfen die reglementarischen Altersleistungen des PensFlex Planes zusammen mit dem PensUnit Plan nicht mehr als 70 % desjenigen Lohns betragen, welcher in beiden Plänen versichert ist. Zusätzlich dürfen die Altersleistungen aus der AHV und der 2. Säule zusammen nicht höher sein als 85 % des Bruttojahreslohns.  


Somit ist es auch zulässig, denselben Lohn gleichzeitig in zwei Plänen zu versichern? 

Ja, solange die beschriebenen Bedingungen erfüllt sind.   


In welchem Umfang kann die fehlende Aufzinsung bei PensFlex mit einer ergänzenden PensUnitLösung ausgeglichen werden? 

Das hängt ab vom Alter der versicherten Person, den bisherigen Sparbeiträgen bei PensFlex und den zusätzlichen Sparbeiträgen bei PensUnit. In der Regel reicht bereits ein kleinerer PensUnit Sparbeitrag, um die seit anfangs Jahr tiefere PensFlex Einkaufslücke zu kompensieren. 


Was gilt es neben der höheren Sparquote sonst noch zu beachten? 

Wie überall in der 2. Säule sind auch bei PensUnit die drei Vorsorgefälle Alter, Invalidität und Tod zu versichern. Dabei müssen von den Beiträgen an PensUnit mindestens 4 % für die Risikoleistungen verwendet werden. 


Im Gegensatz zu PensFlex wird bei PensUnit für alle Versicherten dieselbe Anlagestrategie gewählt. Führt das nicht zu Unstimmigkeiten bei den Versicherten? 

In der Regel nicht. Denn die Versicherten können bei PensFlex mit dem bisher angesparten Geld ihre individuelle Anlagestrategie weiterverfolgen. Daher können bei PensUnit die Vorsorgegelder eher defensiv angelegt werden. Bei PensUnit liegt nämlich der Fokus auf der Steuerrendite.   

Einkaufslücken mit/ohne PensUnit-Lösung
Geschrieben von
Yves Goldmann
Kundenverantwortlicher, Pensionskassen-Experte SKPE